Vorweg: Ich bin alles andere als perfekt, seit nunmehr 15 Jahren selbstständig, habe damals und auch manchmal noch dann Fehler gemacht, weil unerfahren und schlecht vorbereitet. Seither mache ich einen guten Job, pflege einen sehr offenen Umgang, bin wirklich immer ehrlich gegenüber meinen Kunden. So bin ich.
Nun, vor einiger Zeit erhielt ich den Auftrag für ein interessantes Projekt, dass mir vielversprechend erschien. Zu erstellen war eine Art Portal und ich hatte einen Tipp erhalten, dieses von einem Unternehmen auf den Kanarischen Inseln erstellen zu lassen. Die ersten Gespräche waren einigermaßen vielversprechend und das Projekt wurde in Auftrag gegeben..
Die ersten Entwürfe ließen dann doch schon einige Fragen aufkommen, aber insgesamt gab es wahrnehmbare Fortschritte. Noch nicht wirklich gut, aber doch noch hoffnungsvoll. Das Projekt war dann für die Entwickler überraschenderweise schon nach wenigen Tagen eigentlich fast fertig, als der Kunde von dem gesamten Projekt Abstand nahm. Nicht aufgrund des entwickelten Systems, sondern aufgrund seiner eigenen Einstellung. Er hatte es sich anders überlegt.
Damit war das bisher erstellte System, mit dem ich persönlich am Ende wirklich nicht zufrieden war, dann doch obsolet. Besonders wichtig für mich: Die Qualität stimmte nicht, weil es zu hastig hingeschustert war, etliche Bugs hatte, den deutlich formulierne Anforderungen in vielen Belangen nicht entsprach. Nur eins: Es funktionierte gerade so. Technisch.
Ich hätte mich dann mit dem Ersteller gern auf einen Anstandsbetrag geeinigt, hätte ihm das System inclusive aller Quellcodes abgenommen, um es gegebenenfalls anderweitig zu verwenden. Doch irgendwann wurde es zu abstrus. Und der geforderte Betrag für diese Leistung viel zu hoch. Von den vielen Anrufen, dem Mail-Bombardement, den Drohungen und Verwünschungen mag ich nicht reden. Da war nur von nicht zimperlichen Inkasso-Unternehmen die Rede, von persönlichen Gesprächen, die nicht gut enden würden, es wurde wahrlich beängstigend. Irgendwann, so dachte ich, ist der gerichtliche Weg der richtige; es brauchte eine unabhängige Instanz.
Nach Monaten der Ruhe, die dadurch entstanden war, dass der Geschäftspartner die zunächst in die Wege geleitete Auseinandersetzung nicht weiter betrieb, weil er seine Gebühren nicht einzahlte, dann gestern die plötzliche Fortsetzung. Der Auftragnehmer rief er an, klagte über seine immensen Außenstände auch von vielen anderen Kunden, wollte aber weiterhin einen zu hohen Betrag haben. Ich sagte das Überdenken zu, im Falle meiner Zustimmung hätte ich ihm eine E-Mail zukommen lassen. Ich schrieb sie nicht.
Nunmehr stehe ich Verleumdungen, Nötigungen und Drohungen auf Internetseiten, im E-Mail-Briefkasten und auf meinen Anrufbeantworter gegenüber, die mich betroffen machen. Weil es kein Geschäftsgebaren ist, plump zu drohen und dies alles in dieser Form öffentlich zu machen.
Ganz klar: Die bei mir eingegangen Mails werde ich nicht öffentlich machen, den Inhalt der Anrufe auf dem Anrufbeantworter nicht wiedergeben, weil es sich nicht gehört. Es wäre gut, wenn ein Gericht entscheiden könnte.
Nun bin ich fast schon gezwungen, mich sehr stark und vehement gegen diese in die Öffentlichkeit getragenen Vorwürfe zu wehren, weil sie nach meiner Meinung nicht mehr sachlich, sondern wirklich ehrverletzend sind.
Es macht micht sehr traurig, möchte aber gern mit Einschränkungen offen darüber diskutieren. Die Einschränkung deshalb, weil ich die Kommentare hier nur diskutieren kann, wenn ich selber online bin, um keine erneuten Drohungen und meiner Meinung nach falschen Schmähungen hier lesen zu müssen.
Sachliche Kritik lasse ich gern zu, im Zweifel frage ich andere Unbeteiligte gern um ihre Meinung und lasse gern auch andere die Diskussion darüber moderieren.
cdv!
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