Einst waren Veränderungen in langen Abständen auftauchende kurze Einschnitte, denen lange Perioden der Stabilität und Kontinuität folgten. Das Zeitalter der Mechanik mit seinen personalintensiven Fertigungsmethoden in Großfabriken geht zu Ende. Heute ist das Leben zum dauerhaft unstabilen, turbulenten Alltag geworden. Die Innovation verdrängt die Verbesserung. Aus der produktiven Arbeit ist der Standort Deutschland nicht mehr zu finanzieren. Kurzum es herrscht Krise und Wandel ist angesagt.
Dies schreibt der Trainer und Berater Karl-Heinz Heidtmann auf seiner Webseite, wo ich noch einmal zum Thema Veränderung nachgeschaut habe. Denn dies gilt nicht nur für Industrie, Dienstleistung und Handel. Es gilt auch für die Kommunikation: Krise und Wandel.Während wohl eher die Zeitungsverleger und Medienmacher von der Krise reden, sind es die Kommunikatoren, Werber und PR-Fachleute, die vom Wandel reden.
Nur die Zielgruppen reden nicht davon, sie verhalten sich.
Und nutzen die Medien einfach nicht mehr so, wie es einmal war. Sie lesen kaum noch Zeitungen, lesen weniger Zeitschriften, schauen noch nicht einmal mehr so viel fern wie einst; sie schauen jetzt auf ihren Monitor und in das Display ihres Smartphones.


Die Unternehmen auf diese andere Art und Weise der Kommunikation aufmerksam zu machen, ist Sache der Berater. Und während schon Unternehmen oder gar Konzerne erfolgreich in diesen neuen Kommunikationsräumen wirken, dürfen wir nicht vergessen, dass es noch immer die Zeit des Wandels ist.
Nicht jeder lässt sich so schnell davon überzeugen. Da sind Ängste, Widerstände und das Verstehen. Letzteres lässt sich nicht in kurzer Zeit ändern, von außen ohnehin nicht. Immerhin geht es dabei auch um Macht. Etwa die Macht derer, die einst bestimmen konnten, was wie und wann mitgeteilt wurde. Sie scherten und scheren sich zuweilen auch jetzt noch nicht um die Meinung - etwa des Kunden. Und begreifen noch nicht, dass die Kunden heute technisch sehr leicht in der Lage sind, ihre eigene Meinung nicht nur deutlich zu machen, sondern sie auch noch zu verbreiten.
Diese Veränderung zu einer neuen Kommunikation braucht mehr denn je die Kommunikation dafür. Ich freue mich über die vielen Freunde in der Kommunikations- und Social Media-Branche, die mit viel Enthusiasmus dafür werben. Aber sie müssen sich auch im Klaren darüber sein, dass es noch einige Zeit braucht, bis auch dieser Wandel sehr viel tiefer greift.
Diejenigen, die schon davon überzeugt sind, müssen noch ein Menge Zeit und Energie in viele Diskussionen stecken, um auch die letzten Widersacher überzeugen zu können.
cdv!
Fotohinweis: Allie Caulfield (Flickr)
Letzte Kommentare