Der Vorstand der Kreissparkasse war über die von mir geäußerte Kritik auf diesem Blog etwas befremdet.
Die Kritik ist angekommen und möglicherweise berechtigt: Warum die Veröffentlichung der Veranstaltungskritik im Blog (= Internet = weltweit), warum nicht einen gleichlautenden Brief an die Verantwortlichen?
Antwortversuch: Die Veranstaltung war (halb-)öffentlich. Nur halb, weil wohl nur eigene Kunden oder Interessenten per Brief eingeladen waren. Und doch öffentlich, weil die Lokalzeitungen (Seite 3, "Die Tempomacher...") eingeladen waren.
Vielleicht war es mein Fehler, meine Veröffentlichung oder die Möglichkeit derselben nicht angekündigt zu haben. Etwas schwierig, weil ich eigentlich gar nicht geplant hatte, etwas über diesen Vortrag zu schreiben. Andererseits habe ich auch schon über Veranstaltungen geschrieben, die mir ganz gut gefallen haben. Ob ich das getan hätte, wenn dem so gewesen wäre, kann ich jetzt nicht sagen.
Eins ist mir dabei sehr deutlich geworden: Die "Öffentlichkeit" hat sich verändert, und sie ändert sich weiter. Waren es früher nur die klassischen Medien, die über öffentliche oder auch "halbhöffentliche" Veranstaltungen oder Ereignisse berichtet haben, so ist es mit den derzeitig anwendbaren technischen Möglichkeiten etwa der Web-Logs (möglich aber auch über youtube oder flickr sowie weitere communities) heute sehr einfach, eine "Öffentlichkeit" herzustellen.
Wie ich gelesen habe, ist es in den USA schon anders. Dort werden Blogger, etwa bei Akkreditierungen für Veranstaltungen, mit Journalisten der klassischen Medien gleich behandelt.
Festzustellen ist auch, dass die Veränderung langsam ist. Während ich das Bloggen mit großer Begeisterung für mich entdeckt habe, und mich damit sehr wohl fühle, konnte ich bislang nur sehr wenige Menschen in meinem eigenen Umfeld dafür begeistern. Ausnahme der üblichen Regel ist mein Partner und Freund Karl-Heinz Heidtmann, beredt und rhetorisch ordentlich beschlagen, der das Angebot gern angenommen hat, hier zu veröffentlichen. Mittlerweile bloggt er sogar auf seinen beruflichen Reisen. Respekt, Karl.
Fazit: Ich weiß aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit sehr gut, dass Veränderungen sehr viel mit Kommunikation zu tun haben. Künftig - versprochen - werde ich, so möglich, meine "kritischen" Veröffentlichungen ankündigen. Aber ich mag davon nicht ablassen.
cdv!
Edit: Wir lernen aus Fehlern.
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