Jetzt macht Dr. Theo Zwanziger aber wirklich ernst: Wie man heute Spiegel-online entnehmen kann, erwägt der DFB-Präsident den Rücktritt, wenn er die juristische Auseinandersetzung gegen den Journalisten Jens Weinreich verliert. Dieser hatte ihn in einem Kommentar einen "unglaublichen Demagogen" genannt. Zwanziger, der sich dies nicht gefallen lassen wollte, verlor zwei Anträge auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung, wollte dann in seiner Heimatstadt klagen, dann nicht mehr, jetzt wieder doch.
Zwischendrin hatte er die große Klaviatur zu spielen gesucht: Briefe an wichtige Personen in Politik und Sport, eine Presseinformation mit vielen falschen Aussagen (mußte er dann zurück nehmen). Und viele haben einfach mitgespielt: dpa zum Beispiel, die bis heute nicht erklären konnten, warum sie den DFB haben zu Wort kommen lassen, Jens Weinreich aber nicht. Die Mail, die ich an den Chefredakteur, Dr. Wilm Herlyn, geschrieben hatte, wurde lediglich mit der Frage beantwortet, in welchem Mandat ich denn tätig sei.
Wer sich bei Jens die Liste der Reaktionen ansieht, die dieses unsägliche Verhalten des DFB-Präsidenten hervor gerufen hat, muß eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass es erlaubt sein muß, eine Person, wie etwa den Präsidenten des DFB, einen "unglaublichen Demagogen" nennen zu dürfen. So viel zur Meinungsfreiheit.
Gleichzeitig erzürnt es mich mittlerweile immer mehr, dass dies wohl alles mit dem Geld des DFB geschieht, obgleich es doch eigentlich eine ganz persönliche Auseinandersetzung zwischen Zwanziger und Weinreich ist. Wird das eigentlich überprüft, wie der Verband die Gelder verwaltet, und wie hoch mittlerweile der Etat für diese gerichtlichen Auseinandersetzungen sind. Obgleich, wie der Herr behauptet, er doch gar kein "Prozesshansel" sei. Hmmm, mittlerweile denke ich da anders.
cdv!

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