"Ich kann also feststellen, dass auch die beiden Ressorts Heidenheim und Kultur der Heidenheimer Neuen Presse zum Dezember mit der Redaktion der Heidenheimer Zeitung fusionieren werden."
Die letzte Samstagausgabe der Heidenheimer Zeitung präsentiert auf der lokalen Seite 3 ein Interview mit Verleger Hans-Jörg Wilhelm, der dort auf einer Dreiviertel-Seite das ankündigt, was die Spatzen schon vom Heidenheimer Schloßdach gezwitschert hatten. Demnach wird es ab Dezember im Landkreis Heidenheim nur noch eine einzige Redaktion geben. Die Titel bleiben, das Ergebnis auf dem Papier wird dann aber identisch sein.
"Wir haben eines der schwierigsten Wirtschaftsjahre unserer Geschichte hinter uns. Und ich sehe noch nicht, dass es in unserer Branche aufwärts ginge", beschreibt der von HZ-Chefredakteur Dr. Hendrik Rupp befragte Verleger die aktuelle Lage. Um gleich hinzu zu fügen, dass man auch im Internet die Top-Position besetze. Mit der Produktion einer Tageszeitung, der Sonntagszeitung, der "Neuen Woche" (Anzeigenblatt), dem Magazin "Daheim", einem künftigen Jugendmagazin, top-aktuellen Online-Nachrichten und dem neuen twitter-Account und einer Zusammenarbeit mit einem Radiosender sei man mehr als vielfältig auf dem regionalen Medienmarkt.
Spätestens hier müßten die eingeweihten Medienkenner des Landkreises Heidenheim verwundert die Stirn gerunzelt haben. Abgesehen von der ohnehin schon schwierigen Situation des Monopolisten in der Region verkennt Wilhelm die eigene Situation gehörig. Oder er will die Wahrheit nicht wahrnehmen.
Wie merkwürdig auch die Redaktion diese Wahrheit wahrnimmt, offenbart sich spätestens eine Seite später, in der Online-Redakteur Arthur Penk mit insgesamt 4056 Zeichen (!) den Zeitungslesern vorstellt, dass nunmehr auch das Pressehaus des Verlages bei twitter mitzwitschert. Obgleich mehr als die Hälfte des Textes dafür verschludert wird, welcher Schindluder zuweilen auf twitter zu finden sei, hier die originelle Begründung: "Aber bevor sich jemand anders als HZ in twitter ausgibt und womöglich falsche Nachrichteneier legt bekennt sich die lokal unangefochtene Nachrichtenzentrale zu ihrem neuen Auftritt unter www.twitter.com/pressehaus". Und es wird noch besser: "Zeitung ohne Zukunft? Falsch! Keine Zukunft ohne Zeitung - daran werden Breitband, Bits und Bytes nichts ändern können".
Als ehemaliger Zeitungsredakteur verschiedener Tageszeitungen, der mittlerweile die gesamte Medienlandschaft in Deutschland sehr genau beobachtet, dreht sich hier alles um. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit des Pressehauses Heidenheim scheint mir sehr frappierend.
Nur kurz: Die hier aufgeführten Artikel sind online natürlich nicht verfügbar, weil der gedruckte Text ohnehin nur den Abonennten zur Verfügung gestellt wird! Der gerade erst eingerichtete twitter-Account hat gerade mal 41 Follower, man selbst folgt nur 17 twitterern. Die dort abgesetzten tweets sind nicht kontinuierlich, wenig dialogorientiert. Die Mediendaten für 2010 weisen nirgendwo auf die Frequenz des Online-Angebotes, lediglich die Bannerpreise werden dort aufgeführt.
Die grafische Darstellung der Online-Darstellung des Verlages ist mal Geschmackssache, von einem modernen Layout und Design wollen wir hier aber nicht reden. Die technische Darstellung scheint aber auch nicht von besonders hoch: Das System benutzt das veraltete Font-Tag zur Kennzeichnung von Texten, es sind keine Key-Words vorhanden, es ist keine Meta-Description vorhanden, die Seite verwendet Tabellenkonstrukte für das Layout, ist für Suchmaschinen kaum sichtbar und weist nur sehr wenige Social Bookmarks auf.
Inhaltlich ist die Online-Ausgabe schlichtweg ein Graus: Durchweg ältere Artikel (nur als Teaser), keine automatische Aktualisierung, insgesamt schwer navigierbar. Die wenigen Video-Angebote sind schon in der Navigation eine Zumutung, die Videos selbst können zumindest mal als kurios hingenommen werden.
Immerhin gibt es seit einiger Zeit den HNP-Blog, der aber zumeist nur als Ablage von Nettigkeiten oder Kuriositäten dient, den wahren Blog-Charakter aber noch lange nicht erfasst hat. Gespannt bin ich auf den neuen Jugend-Blog "NOISE", der mit einem monatlich erscheinenden Magazin korrespondieren soll (erscheint am nächsten Freitag zum ersten Mal).
Meine Vermutung zur Zukunft des Verlages und der darin aufgeführten Objekte: Das Thema Internet ist im Pressehaus noch lange nicht angekommen und wird nur halbherzig betrieben. Die derzeitige Entwicklung, die vom Verlag aber mit Sicherheit nicht offen kommuniziert wird, sieht mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit noch schlimmer aus. Dem Verlag fehlt es nach meiner Meinung am Mut, um hier aus dem Vorteil der Marktsituation mehr für sich machen zu können. Viel zu lange hat man sich dagegen gestemmt und immer wieder auf eine Besserung des Marktes gehofft.
Noch immer kämpfen viele Verleger gegen Google, anstatt sich die Vorteile dieser Suchmaschine zum eigenen Nutzen zu verschaffen. Viele Verlage und Journalisten haben aber in der jüngeren Vergangenheit die Chancen des Internets für sich erkennen können. Auch wenn die Erlös-Situation von recherchierten Nachrichten noch nicht zufriedenstellend ist für die Herausgeber, gibt es dennoch insbesondere für die regionalen Medien durchaus eine große Chance, aus der vielleicht noch vorhandenen Leser-Blatt-Bindung mehr zu machen. Immerhin: Gute Vorschläge gibt es ja, gleichwohl, sie werden zu wenig in die Tat umgesetzt.
Ich wünsche dem Lokaljournalismus im Landkreis Heidenheim und dem Verlag mehr Erfolg! So aber ist dieser nicht zu erreichen.
cdv!
Kommentar gelöscht?
Kommentiert von: Ebola | 13. Oktober 09 um 21:52 Uhr
Hier ist keiner angekommen. Habe alles durchsucht. Nüscht.
Kommentiert von: cdv! | 14. Oktober 09 um 00:24 Uhr
Dann versuche ich es nochmal:
Nun, du (wir sind im Internet, und da duzt man sich ja) vergleichst deine Seite nicht mit der des Heidenheimer Pressehauses. Das ist – wortwörtlich zumindest designtechnisch – sehr klug von dir.
Ich verstehe den Antrieb deines Beitrags hier nicht – im Besonderen der Überschrift. Zuerst dachte ich, er will etwas über den Twitteraccount der HZ berichten. Als ich merkte, nein das ist es nicht, dachte ich, der ist bestimmt gefeuert worden oder hat seine Bewerbung ungelesen wieder bekommen.
Sei's drum. Mir bleibt der Sinn, verborgen.
In Puncto Online-Angebot hat das Heidenheimer Pressehaus in den letzten zwei Jahren einiges getan. Vor nicht ganz zwei halben Jahren war da nichts was einen User bewegen konnte, den Auftritt anzusurfen (um bei deiner Sprache zu bleiben). Jetzt im Vorbeilaufen dem Kind von hinten auf dem Kopf zu schlagen, bringt gar nichts.
Du erkennst sehr gut, dass das Pressehaus eher von und mit Lokaljournalismus lebt. Das Onlineangebot ist hinreichend …. ausreichend – ich hoffe das war verständlich. Man muss einen Spagat zwischen Angebot und Nachfrage schlagen. Solange da nicht mehr Erfolgt winkt, wird man nicht mehr Kraft (schwäbisch für Geld) in die Sache investieren. Wir (Internetler) sollten uns also eher freuen, wenn gewisse Mitarbeiter des Pressehauses ihren Tätigkeitsfeld derart erweitern. Schließlich denke ich nicht, dass man sie dafür speziell zeitlich – und schon gar nicht finanziell – begünstigt.
Das müsste sogar ein ehemaliger Zeitungsredakteur verschiedener Tageszeitungen, der mittlerweile die gesamte Medienlandschaft in Deutschland sehr genau beobachtet, erkennen (um das der mittlerweile die gesamte Medienlandschaft … sehr genau beobachtet, kümmere ich mich an dieser Stelle elegant … gar nicht).
Ist es ein Sport Follower zu sammeln, weil man sich dann selbst besser fühlt? Ich weiß es nicht, vielleicht hast du da eine Antwort: Du hast unlängst selbst gevögelt, dass nicht die Anzahl der Follower Qualität bescheinigt. Warum du dann noch die Follower-Anzahl des Pressehauses als Argument aufführst?, … völlig sinnlos.
Merk' dir: Besser geht immer. Aber einfach mit Eier werfen, weil man selbst nicht im Hühnerstall mitspielen darf, … fraglich das.
Ich grüße dich, Salbei.
ps.
Ich bin bestimmt kein Freund des wilhelminischen Imperiums. In meinem Blog hatte ich vor nicht allzu langer Zeit mit Trollen (schwäbisch für Anonyme-HZ-Mitarbeiter-die-sinnlose-Kommentare-abgeben) aus diesem Haus zu tun.
Kommentiert von: twitter.com/Ebola_ | 14. Oktober 09 um 09:06 Uhr
Ebola, danke für den Kommentar, den wiederum ich nicht wirklich verstehe. Meine Motivation der Kritik ist immer die Verbesserung, das liest sich im letzten Satz ganz gut. Kommt da nicht die Kritik gelegen, sich selbst und die Aktivitäten noch mal auf den Prüfstand zu stellen. Bin ja nicht übertrieben anmaßend, aber ein "Danke" hätte gereicht.
Und es erfreut mich überhaupt nicht, wenn gewissen Mitarbeiter des Pressehauses ihr Tätigkeitsfeld erweitern, weil es Sache des Verlages und der Chefredaktion ist, sich dieser Zukunft anzunehmen. Ich freue mich dann um so mehr, wenn die Mitarbeiter dazu Lust haben.
Was die Zahl der twitter-Follower angeht, muss ich dir widersprechen. Während es mir als Privmatmensch eine ganz andere Angelegenheit ist, könnte doch eine Zeitung, die ja, laut Wilhelm, sogar als staatstragend empfunden wird, zumindest mal die Schar der heimischen Follower um sich versammeln, um dem Thema und der Wirkung etwas Dynamik. Von den vielen Journalisten-Kollegen in Deutschland mal ganz zu schweigen. Also: durchaus sinnvoll, etwas richtig zu machen.
Wenn du sachliche Kritik als Eierwerfen bezeichnest, ja, dann werfe ich mit Eiern. Und glaub' mir: In diesen Hühnerstall mag ich nicht.
Gruß zurück, cdv!
Kommentiert von: cdv! | 14. Oktober 09 um 09:44 Uhr
Eben. Das ist der Punkt - ich sah und sehe keine "sachliche Kritik". Das versuchte ich dir zu vermitteln.
Was verhindert denn, dass sich eine heimische Schar von Followern versammelt? Doch nur die "Follower" selbst. An den Tweets die abgesetzt werden, kann es nicht liegen. ... Daraus resultiert die Quantität von selbst ... - außer du erwartest bahnbrechende 140er.
Und über ... Wilhelm brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Er blickt gern über das Volk. Ist ja auch kein Wunder bei seinem horizontal eingeschränkten Sichtfeld, so hoch vom Thron - das ist legitim, belassen wir es dabei. Gott sei Dank, ist das Pressehaus eben mehr als Wilhelm allein.
Weiterhin, einen schönen Tag.
Kommentiert von: Ebola | 14. Oktober 09 um 11:59 Uhr
Wenn das nicht sachlich ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Habe sehr sachlich einige technische und konzeptionelle Punkte aufgegriffen, getadelt und gelobt. Ja, was willst du denn? Und den Herrn Wilhelm habe ich persönlich mal gar nicht gemeint, mehr denn die Institution.
btw: Könnte mal ausführlich twitter erklären, da scheint mir Nachholbedarf...
Auch einen schönen Tag!
Kommentiert von: cdv! | 14. Oktober 09 um 12:19 Uhr
Dass da Nachholbedarf scheint, ist subjektiv betrachtet?
O.K., ich geb's zu; das ist eine miese Frage.
Denk' darüber nach.
Aber trotzdem danke, dass du mir eben angeboten hast Twitter ausführlich zu erklären. Im Gegenzug - so fern da überhaupt Züge fahren -, erkläre ich dir dann ausführlich "sachliche Kritik".
Kommentiert von: Ebola | 14. Oktober 09 um 12:58 Uhr
Na, dann fang' doch hier mal damit an. Ich höre und lese gern zu.
Kommentiert von: cdv! | 14. Oktober 09 um 13:41 Uhr
Sehr gerne. Quid pro quo.
Dein Zug.
Kommentiert von: Ebola | 14. Oktober 09 um 14:09 Uhr
Um mal ganz sachlich argumentieren zu können:
Der Internetauftritt der HZ-Online ist mit Typo3 erstellt.
An sich ein guter Ansatz, man ist flexibel, designetechnisch ist sicher mehr rauszuholen.
Wenn ich mir so ansehe, wie pixelige Linien Buttons umrahmen, verpixelte Texte und teilweise sogar Grafiken ganz offensichtlich schon auf der Startseite auf Besucher warten, dann habe ich aber keine Lust mehr.
Auch als Werbekunde würde ich mir gelackmeiert vorkommen, wenn im Anzeigenfeld der obere Balken nur halb in das Wort Anzeige hineinragt, hier also diverse Maße einfach nicht zueinander passen.
Hierzu noch kurz folgendes: das, was man neuerdings im Internet barrierefrei nennt, trifft garantiert auf hz-online nicht zu. Siehe dazu http://browsershots.org/http://www.hz-online.de/
Die Darstellung funktioniert nicht einmal in allen häufig verwendeten Browsern ordentlich.
Soviel erstmal zum technischen.
Für einen Monopolisten, der als solcher viel Profit schlagen könnte aus Print- und auch Onlinemedien, ist es aber einfach nur traurig, dass man sich scheinbar nicht einmal einen externen Webdesigner oder von mir aus auch dauerhaft angestellten Webmaster leisten kann. Dieser müsste ja nicht nur über der Website brüten, sondern könnte auch selbst Artikel schreiben, interessante Blogartikel und andere Seiten zum Thema zusammensuchen und verlinken, oder auch Kaffee kochen.
Nur einen explizit für einen Webauftritt eines großen Unternehmens zuständigen und qualifizierten Mitarbeiter sollte man sich schon leisten.
(Nichts gegen diejenigen,die sich bisher dafür zusätzlich aufgeopfert haben, aber das ist einem Pressehaus, diesen Anspruch trägt man ja schon im Namen, absolut nicht würdig.
Medienkompetenz wäre da ein Stichwort.)
Ich hoffe, das war sachlich genug.
Zum Thema Twitter:
Wenn man es schon nutzt, sollte man locker auf 100 Follower und Leute, denen man folgt, kommen. Das passiert selbst Privatpersonen sehr schnell und wie von alleine (bei mir selber bemerkt.)
Folgt man dann aus eigener Initiative noch zum Thema "Lokal" passenden Twitterern, hat man die Marke locker überschritten.
Das Thema "Journalismus" brächte sicher noch ein vielfaches an Followern, vorausgesetzt natürlich,ein Bruchteilfolgt zurück. Tut er im Normalfall.
Diese Follower sind doch dann auch alle potentielle Kunden für einen schönen, aufgeräumten Internetauftritt, mit innovativem Bezahlmodell (1€ pro Monat für den Zugang online o. Ä., um mal einen Anfang zu wagen).
Der müsste dann nur noch umgesetzt werden.
Es gibt allein in Giengen ein paar Leute, denen ich das durchaus zutrauen würde.
Diese Worte stampfte in das Internet
Das Alexmammut.
Kommentiert von: Alex_Mammut | 14. Oktober 09 um 15:04 Uhr
Sehr gut Alexmammut.
Nicht dass du denkst, ich würde nicht darauf eingehen. Leider bin ich gleich im Außendienst - antworte dir also erst heute Abend.
Kommentiert von: Ebola | 14. Oktober 09 um 16:22 Uhr
Das hat Zeit. Das Internet ist ja ständig geöffnet =)
Kommentiert von: Alex_Mammut | 14. Oktober 09 um 16:27 Uhr
Wirklich beeindruckend.
Da versucht sich ein Medienhaus nach langer Zeit online und dem Leser gegenüber neu aufzustellen und dann? Nur eins auf die Nase. Hey Leute, das ist nich die SZ. Das ist ein kleiner Regionalverlag, der gerade IT-technisch aus seinem Winterschlaf erwacht.
Also: Positiv denken und nach vorne schauen. Wir haben viel vor, aber alles auf einmal geht nicht.
Und lieber lieber lieber Author. Zeige mir doch bitte einen, nur einen Zeitungsverlag, der mit dem Internet Geld verdient. Wenn du ach so viel rumgekommen bist, dann kennst du ja die ECHTEN Zahlen, oder? Und das gespart werden muss in Zeiten der Krise und Blattstrukturen neu überdacht werden, was ist daran falsch? Wenn es Ihnen aufgefallen sein sollte, die Zeitung ist seitdem deutlich besser. Es ist immer das Gleiche mit Kritikern und Eierwerfen. Sie denken nicht unternehmerisch und nur visionär. Aber dann sehen Sie doch mal die Fakten und schauen Sie zu anderen Verlagen. Wie sieht es denn da aus?
Konkret heisst das Thema Internet entweder Merharbeit für die bestehenden Leute oder Leute einstellen. Und das zahlen wir dann aus unserer Urlaubskasse, weil der Leser wird uns danken, wenn wir das Abo für kostenlosen IT Inhalt verteuern. In Anbetracht dessen, ist es was der Verlag Schritt für Schritt auf die Beine stellt wirklich lobenswert. Aber (und da haben Sie recht), da ist noch sehr viel Luft nach oben. Daran arbeiten wir jeden Tag.
Bei den Followern sollten wir uns noch etwas Zeit geben, oder nicht? Sind Sie (oder Du) denn schon Follower? Also ab dafür.
Zum Thema Gestaltung: Jaaa richtig. Da reden wir im April nochmal darüber.
@ebola: Das mit dem Freund des wilhelminischen Imperiums nehme ich persönlich. Da wird nochmal darüber gesprochen.
Grundsätzlich haben Sie recht, aber das mit den Äpfeln und Birnen ist noch nicht ganz im Lot. Aber seien Sie sich eins sicher. Dieser Verlag wird noch Leser haben und Nachrichten machen, wenn wir alle schon längst das Gras von unten wachsen sehen. Dafür sorgen wir schon.
Martin Wilhelm
Kommentiert von: MartinWpunkt | 28. Oktober 09 um 09:07 Uhr
Lieber Martin Wilhelm, auf die Nase geht ganz anders. Wie, wenn nicht mit konstruktiver Kritik sollen denn Verbesserungen entstehen. Dieses Internet lebt zu großen Teilen davon, dass es Menschen gibt, die sich für Marken oder Produkte einsetzen. Ich mache es ja auch so. Und war schon immer ein Befürworter der gedruckten Lokalzeitung. Gruß, cdv!
Kommentiert von: cdv! | 28. Oktober 09 um 10:24 Uhr
Auf die Nase geht also anders. Aha. Wie denn?
Seis drum.
Erstens ist Ihre Kritik alles, aber nicht konstruktiv (zeigen Sie mir doch bitte die konstruktiven Elemente) und zweitens setzen sich Tag für Tag (wie Sie ja auch) unsere Mitarbeiter für unsere Marke und unsere Produkte ein. Offline noch mehr als Online, das stimmti, aber ich hoffe Sie und alle Heidenheimer jetzt, jeden Tag und vor allem in Zukunft eines besseren belehren zu können.
Anyway. Ich verstehe Sie in vielen Punkten nicht und bin in fast genausovielen anderer Ansicht - also belassen wir es dabei.
have a nice day
Kommentiert von: MartinWpunkt | 28. Oktober 09 um 11:33 Uhr
Hier noch mal die konstruktiven Elemente aus dem Blogpost:
Nur kurz: Die hier aufgeführten Artikel sind online natürlich nicht verfügbar, weil der gedruckte Text ohnehin nur den Abonennten zur Verfügung gestellt wird! Der gerade erst eingerichtete twitter-Account hat gerade mal 41 Follower, man selbst folgt nur 17 twitterern. Die dort abgesetzten tweets sind nicht kontinuierlich, wenig dialogorientiert. Die Mediendaten für 2010 weisen nirgendwo auf die Frequenz des Online-Angebotes, lediglich die Bannerpreise werden dort aufgeführt.
Die grafische Darstellung der Online-Darstellung des Verlages ist mal Geschmackssache, von einem modernen Layout und Design wollen wir hier aber nicht reden. Die technische Darstellung scheint aber auch nicht von besonders hoch: Das System benutzt das veraltete Font-Tag zur Kennzeichnung von Texten, es sind keine Key-Words vorhanden, es ist keine Meta-Description vorhanden, die Seite verwendet Tabellenkonstrukte für das Layout, ist für Suchmaschinen kaum sichtbar und weist nur sehr wenige Social Bookmarks auf.
Inhaltlich ist die Online-Ausgabe schlichtweg ein Graus: Durchweg ältere Artikel (nur als Teaser), keine automatische Aktualisierung, insgesamt schwer navigierbar. Die wenigen Video-Angebote sind schon in der Navigation eine Zumutung, die Videos selbst können zumindest mal als kurios hingenommen werden.
Das Ziel muss doch sein, wie ich Print und Online für den eigenen Unternehmenserfolg kombinieren kann. Wie kann man als Nachrichtenproduzent hier als Marke handeln, wie mit den Lesern interagieren, damit das Produkt besser wird.
Wenn das nicht sachliche Kritik ist, weiß ich es auch nicht. Die Tatsache, dass wir an dieser Stelle diskutieren, empfinde ich als guten Fortschritt.
Kommentiert von: cdv! | 28. Oktober 09 um 13:48 Uhr
Also Martin, du beschwerst dich also über Unsachlichkeit. Wunderbar. Nur der unsachlichste Satz unter all jenen zu diesem Thema ist eindeutig der hier:
"@ebola: Das mit dem Freund des wilhelminischen Imperiums nehme ich persönlich. Da wird nochmal darüber gesprochen."
Das ist eine Ego-Geschichte und hat hier wirklich am allerwenigsten zu suchen.
Sich einfach aus dem Staub zu machen mit dem Satz "Ich verstehe Sie in vielen Punkten nicht und bin in fast genausovielen anderer Ansicht - also belassen wir es dabei."
empfinde ich als pure Ignoranz. Und frech ist das außerdem, hier machen sich Leute Gedanken, die eigentlich sie sich machen müssten, und sie geben sich nicht einmal Mühe, diese zu verstehen. Was ja ganz einfach wäre, wenn man nicht felsenfast darauf beharren würde, dass nur seine eigene Meinung richtig ist.
Ja, es ist genauso frech, dich hier zu duzen. Genau darum tue ich es, um dir zu zeigen, dass das ausgemacht arrogant ist. Warum ich dir das zeige(n muss)?
Weil ich bei der ganzen Sache am wenigsten von allen Beteiligten hier verlieren kann, nichtmal einen Ruf =) für dich allerdings geht es um einen Betrieb. Nicht irgendeinen, sondern deinen.
Und die Frage,ob @prcdv der Hz schon auf Twitter folgt, zeigt doch, wie unkonsequent Twitter genutzt wird. Du selber hast dich damit wohl noch nicht richtig beschäftigt? Du hättest wenigstens denjenigen, der dahintersitzt, fragen können. Dauert für jeden Menschen gleich lange, zwei Klicks, fertig.
Er folgt der HZ.
Und er als Meinungsmacher, das ist er hier in Giengen durchaus, wage ich zu behaupten, (auf Twitter ist er es sicher) ist durch seinen Artikel und seine Retweets sogar als Multiplikator jenes Kreises in Erscheinung getreten, den die HZ online erreicht. Nein, nicht erreicht. Erreichen könnte.
(Weiteres Nachsehen würde auch zeigen, er war einer der frühen Follower, und dank ihm haben einige auf Twitter den Account überhaupt entdeckt. Soviel noch dazu.)
Teil 2 folgt. Heute noch. Ich bin noch nicht fertig.
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 28. Oktober 09 um 18:55 Uhr
(Ja, ich habe das mit dem duzen nicht durchgängig hinbekommen. So ein Pech.)
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 28. Oktober 09 um 18:56 Uhr
(Typepad hat heute bereits 2 Kommentare von mir gefressen. Ich probiere es also später nochmal.)
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 28. Oktober 09 um 18:57 Uhr
(Nun ist er doch da. Wenn möglich, hier löschen.)
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 28. Oktober 09 um 18:59 Uhr
Nur als Anmerkung zum technischen:
Wenn ich mir die Startseite des bemängelten Webauftritts anschaue, dann entdecke ich da Keywords, Meta-Description und genau 2 (zwei!) Tabellen die aber beide nicht für das Layout genutzt werden. Wie kommt denn diese augenscheinlich falsche Kritik zustande?
Richtig ist aber das Font-Tags benutzt werden, die müssen da weg.
Edit: Ich selbst bin kein Techniker, sondern nur User. Die Infos habe ich über Check-Seiten bekommen. btw: Richtiger Name wäre nett.
Kommentiert von: keinHZAngehöriger | 29. Oktober 09 um 13:06 Uhr
@keinHZAngehöriger: Also gerade, darauf hinzuweisen, man habe nichts mit der Hz zu tun, lässt nach meiner Erfahrung leider gegenteiliges vermuten-
Ich will aber niemandem etwas unterstellen.
Was sind denn bitte Check-Seiten, bzw. welche wurden genutzt?
(Ehrlich, interessiert mich.)
Richtiger Name? Meiner steht hier dran. Beim ersten Kommentar noch nicht, aber egal. Und die Namen von den übrigen hier lassen sich auch per Google oder ein paar Klicks von hier aus herausbringen. Aber man soll ja nicht überall im Internet mit seinen Daten werfen, nicht wahr?
Und dann noch eine Kleinigkeit zum Design von HZ-Online:
Martin, sich aus dem Staub machen, alles von sich weisen (ich empfinde es momentan sehr so)
ist absolut nicht angebracht bei dieser einigermaßen sachlichen Diskussion.
Nagut.
Aber wenn man ein Webprojekt aufbaut, macht man das doch von Anfang an gründlich, auch Aufbau und Design müssen von Anfang an eine gute, ausbaufähige Basis bilden.
Irgendwann im April, das ist ein verschieben in einen Zeitraum, der im Internet fast schon als Sankt-Nimmerleins-Tag empfunden wird.
Falls das Pressehaus ein Corporate Design oder auch nur grobe Gestaltungsrichtlinien hat, sehen diese bei NOISE, dem HZ-Blog und HZ-Online doch mehr als leicht unterschiedlich aus (bei NOISE kann ich verstehen, dass es sich abheben muss).
Hiermit lasse ich es aber auch bleiben. Wer konstruktive Kritik nicht annimmt, sondern sogar ignoriert....
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 30. Oktober 09 um 00:28 Uhr
@all: Danke für die lebhafte Diskussion.
@cdv Frequenz: Mediadaten werden einmal jährlich gedruckt. Die Aboauflage ist über ein Jahr konstant, ONLINE NICHT. Ich denke, dass erklärt einiges (schau doch mal bei anderen Verlagen), oder?
@cdv Design. Ja, die Seite ist nicht schön. Das habe ich doch aber schon in meinem ersten Beitrag gesagt. Kein Grund sich also künstlich aufzuregen. Und der Grund warum wir da erst (leider, ich hätte es auch lieber früher) im Frühjar was neues bekommen, ist der, dass es sehr aufwendig ist die Redaktion, Veranstaltungen etc anzubinden. Das geht leider nicht so schnell wie einen blog ins web klatschen. Und kostet auch deutlich mehr. Und warum machen wir das alles? Genau aus dem Grund, wie er schon gennant wurde: Online und Print am besten kombinieren. Nur geht am besten eben nicht sofort. Leider. Aber es kommt schon was. Das Problem daran, dass wir einer der ersten Verlage mit HP waren, ist, dass wir dann die teuren Entwicklungszyklen nicht mehr mitmachen konnten. Naja, das ändert sich jetzt ja. Unternehmen, alle Unternehmen, brauchen für große Änderungen Zeit. Ich nenne mal ein Beispiel. Die Deutsche Telekom schafft es nicht innerhalt eines Monats und tausender Telefonate meinen Anschluss an meine neue Adresse umzumelden....Da könnte ich mich wahnsinnig aufregen. Vermutlich genauso wie Ihr, wenn Ihr Euch über hz-online unterhaltet......
@Alex die Erste: Naja und aus dem Staub machen.... Also ich arbeite (nur so nebenher) in Regensburg und versuche (ebenfalls natürlich nur so nebenbei) das in HDH umzusetzen, was ich für wichtig erhalte. Und darüber hinaus halte ich wenig davon sich mehr oder weniger anonym irgendwelche Sachen persönlicher Art um die Ohren zu werfen. Das ist schlechter Stil, Feige und unsachlich. Wer den Mut dazu hat, soll mir das ins Gesicht sagen. Und nein,dass heisst nicht, dass ich die Möglichkeit sich online auszutauschen nicht gut finde. Nur eben mir Niveau.
@Alex die Zweite: Mein Gott lieber Alex. Man wird ja wohl, um die Interaktion zu fordern, nachfragen dürfen ob er Twitter folgt. Kein Grund hier gleich rumzunölen, ob ich zu blöd wäre mich mit dem Medium auseinanderzusetzen.
@Alex die Dritte: Wenn hier jemand meine Famillie blöd von der Seite anquatscht werde ich wohl etwas dazu sagen dürfen, oder? Über fünf Generationen versuchen wir unseren Beitrag für die Region zu bringen. Und das ist nichts? Will Ebola lieber eine Zeitung von einem Konzern aus Stuttgart? Ist es das? Das verstehe ich eben nicht. Schaut mal in andere Gegenden und Ihr werdet sehen, wie wertvoll das ist, was Ihr hier vorfindet.
Ihr habt schon recht, dass online, twitter usw. teilweise besser sein könnte. Aber vergesst nicht, dass wir auch noch andere Leute, die nur offline sind, erreichen müssen. Eine eierlegende Wollmilchsau sollte man halt sein.
Danke
Kommentiert von: MartinWpunkt | 30. Oktober 09 um 09:24 Uhr
@martinwpunkt Herzlichen Dank auch für die ausführliche Diskussion hier an dieser Stelle. Denke, dass die meisten Punkte nun weitgehend geklärt sind. Wenden wir uns dem nächsten thread zu...
Kommentiert von: cdv! | 30. Oktober 09 um 09:54 Uhr
Öhm, nagut,alles geklärt...
Trotzdem nochmal ganz kurz; ich wollte hier niemanden kränken, wer scharf schießt, muss auch erwarten, dass zurückgeschossen wird, das ist mir auch klar. Da will ich nicht gemeckert haben.
Aber, Martin,
"Ich verstehe Sie in vielen Punkten nicht und bin in fast genausovielen anderer Ansicht - also belassen wir es dabei."
liest sich eben doch wie ein, du hast keine Lust und magst dir das nicht weiter anhören.
Umso besser, dass du es dir nochmal anders überlegt hast =)
Bei einem Printerzeugnis wie einem Buch kann man doch auch nicht sagen: "im Prinzip, der Text steht, ein tolles Cover (Gestaltung eben) liefern wir in ein paar Monaten."
Und da unterscheidet sich das Medium Internet nicht so großartig.
Meine letzten Pfennige hierzu.
@prcdv Welcher Thread denn jetzt?^^
Kommentiert von: twitter.com/Alex_Mammut | 30. Oktober 09 um 14:38 Uhr