Muss hier dringend updaten:
Djure aka 50hz und Daniel Rehn (ebenfalls sehr geschätzt!) zum Thema, auch noch Thomas Pleil
Eigentlich geht es doch nur darum: Hersteller oder Händler verkauft Produkt oder Lösung. Kunde sucht Produkt oder Lösung, informiert sich, ist von den Vorteilen überzeugt und kauft. Oder auch dieser Fall: Kunde hat schon gekauft, Produkt oder Lösung funktioniert nicht und er wendet sich an Hersteller oder Händler, damit das Problem gelöst wird.
Wichtig ist, dass es für Produkt oder Lösung eine Kommunikation gibt, die um so besser ist, wenn sie den Kunden überzeugen kann, er gleichzeitig für Anregungen, Kritik oder Problemlösung den Hersteller oder Händler erreicht.
Seit es nun dieses Internetz gibt und seit es nunmehr auch immer mehr (und immer bessere...?) Möglichkeiten der Kommunikation gibt, stürzen sich etliche Fachmenschen darauf. Sie nennen es Social Media. Sie meinen damit Blogs, sie meinen twitter, youtube, flickr, facebook und vieles mehr. Und sie diskutieren, welche Kampagne in diesem Jahr gut oder schlecht war. Oder sie sagen: "Social Media ist keine Kampagne und heißt Digital Relations".
Dabei vergessen sie häufig die Realität, die immer noch eine ganze Menge Konsumenten sieht, die nicht den ganzen Tag vor einem Bildschirm und schon gar nicht so viel im Internet unterwegs sind. Beide Begriffe sind dabei irgendwie scheußlich, sowohl "Soziale Medien" als auch "Digitale Beziehungen".
Können wir Fachmenschen uns nicht darauf verständigen, dass es immer einen gesunden Mix an Kommunikationskanälen geben muß, den Kunden von den Vorteilen des Produktes oder der Lösung zu überzeugen? Manchmal reicht ein Plakat, dass ich richtig Lust auf ein Eis habe. Natürlich ist es gut, wenn wir mit dem modernen Stand der Technik allen die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu Produkten oder Lösungen zu geben, sie zu diskutieren und verbessern. Das will ich auch. Aber das können und wollen noch längst nicht alle. Es ist, richtig, eine Zeit der Veränderung. Und das braucht Zeit.
Foto: svensonsan / flickr
Die besten Kommunikationslösungen sind für mich die, die den Kunden erreichen. Und wenn ich mir vorher darüber Gedanken gemacht habe, wie ich meinen Kunden erreichen kann, kommen je nach Produkt oder Lösung auch die richtigen Kommunikationskanäle heraus. Und das ist manchmal ein Plakat.
Es ist gut, sachlich über die besten Wege zu streiten. Es ist schlecht, wenn gerade jede Menge Leute meinen, dass sie alles schon ganz genau wissen. Dabei sind es leider oft die, die Kommunikation selbst gar nicht leben, die Dialogorientierung mit dem Kunden noch nicht einmal begreifen, die gerade nur mitmachen, weil es gerade so in ist.
Oft sind es die, die nicht mal richtig telefonieren können (wichtiges Kommunikationsmittel!), oder die, die sich die vermeintlich besten Bröcken schnappen und dann andere sogar belehren; es sind sogar die, die vor einigen Jahren noch die rückwärtigen Anzeigenplätze auf den beliebten Stadtplänen verkauft haben (wer versteht den Witz?).
Wir werden gute Lösungen finden. Bestimmt. Am besten gemeinsam.
cdv!

Vielen Dank für Deine wie immer entspannt geerdete Sicht. Nur an einer Stelle möchte ich widersprechen. Der Begriff Social Media mag unglücklich sein, in der deutschen Übersetzung vielleicht sogar völlig unbrauchbar. Lass uns dennoch dabei bleiben. Alle benutzen ihn und haben zumindest eine ungefähre Ahnung, was der bedeutet.
Kommentiert von: 50hz | 28. Oktober 09 um 14:38 Uhr
Diesen Einwurf würde ich unterstützen - sowohl in der Praxis wie in der Wissenschaft ist der Begriff Social Media nicht nur in Verwendung, sondern es gibt ein relativ klares Verständnis. Aber insgesamt gebe ich Ihnen vollkommen Recht: Nicht wer irgendwas in Social Media macht, macht die bessere PR, sondern, wer in der jeweiligen Situation die richtige Strategie und die passenden Maßnahmen findet - was viel mit Kommunikationszielen, Anforderungen von Stakeholdern, aber auch mit Wirtschaftlichkeit zu hat....
Kommentiert von: Thomas Pleil | 29. Oktober 09 um 09:16 Uhr