Amerikanisch (zugegeben...), seicht, langweilig. In etwa so habe ich den Film "The Social Network" erlebt, der die Entstehung der Plattform facebook beschreibt. Und ich war nicht mal enttäuscht, denn ich hatte zuvor nicht einmal große Erwartungen. Kurz vorher fragte ich mich nur, was mir dieser Film wohl erzählen soll.
Was der Regisseur David Fincher da abgedreht hat, das ist einfach langweilig. Es ist so amerikanisch, weil die Geschichte ausschließlich auf den Erfolg zielt. Nicht einmal die Prozesse, die Zuckerberg, der facebook-Gründer, dort gegen Mitgründer oder Ideengeber führt, sind unterhaltsam, eher das Gegenteil.
Und irgendwie ist es nicht einmal eine Geschichte, denn der als etwas sehr verklemmte Zuckerberg hat während des Film nicht den leisesten Zweifel an seinem Wirken, wirkt dabei irgendwie autistisch. Die Emotionen sind zu arg gespielt, manchmal etwas klamaukig, was dem Film nach meiner Meinung nach auch nicht wirklich gut bekommt. Ach ja, es immer mal wieder um Mädchen. Gähn.
Und er blendet konsequent die eigentlichen Mitwirkenden aus: die facebook-User. Die Plattform wäre nichts ohne sie. Hatte Zuckerberg in der Anfangsphase Kontakt zu den Usern? Wie hat sich das auf seine Vorhaben ausgewirkt? Über was haben er und sein Team nachgedacht? Ernsthaft. Keine Antwort.
Und damit ist für mich der Film ein Flop, denn er wird nicht einmal die begeistern, die nicht über Social Media und Kommunikation nachdenken, sondern die Plattform einfach nur nutzen.
Frage mich jetzt nur, ob ich die zwei Stunden als Arbeit oder Vergnügen buchen soll. Ich buch mal Arbeit.
cdv!

Zumindest hat der Film gezeigt, wie krank dieser Typ ist. ;-)
Kommentiert von: StoiBär | 29. Oktober 10 um 08:04 Uhr
oh gott, der herr fincher hat nicht nur zwei der meist gesehnsten filme, mit sieben und fight club gemacht, sondern ist auch ein riesse in der werbung, herr cdv! er arbeitet für nike, hunderte andere großen namen. mit musiker wie madonna, rolling stones und weiter. mensch, das ich so was lesen muss, ich glaube so jemand kann man nur,es ist wahrscheinlich so, dass sie stunden lang aufträge suchen müssen, weil sie sonst überhaupt nicht auffallen würden. ihre aussagen sind oft unheimlich schlecht, das sehn sie bestimmt auch an ihren wenigen kommentare und wenn sie dann noch auf fincher herunterschaun wie wenn das ein dorfdepp ist und man im ersten blick schon sieht das sie keine ahnung haben, ist das peinlich.
Kommentiert von: gibtsnet | 09. November 10 um 14:32 Uhr