Die Kassen der Kommunen sind leer. Nicht anders als in vielen anderen Städten und Gemeinden ist es auch in Giengen. Der Schuldenstand ist immens, es muss dringend gespart werden. Und während die Mitglieder des Gemeinderates noch den kommunalen Haushalt für dieses Jahr beraten, haben andere Städte die Streichliste schon eröffnet.
Frank Tentler aus Oberhausen stört das ebenso, aber er will auch helfen. In seinem Blog beschreibt er die Idee "Einfach Machen - Aktiv im öffentlichen Raum". Mit Gartenschere und Müllbeutel will er seinen kleinen Beitrag leisten, um der Kommune zu helfen. Gleichzeitig sucht er Mitstreiter, die das genau so sehen.
Frage an die Giengener: Was halten sie von dieser Idee? Würden Sie mitmachen? Machen Sie das heute schon? Oder sind sie der Meinung, dass das ausschließlich der Stadt zu überlassen ist? Freue mich auf eine Menge Kommentare hier!
cdv!
Tag erstmal,
ich sehe das ähnlich wie Herr Tentler.
In unserer Gesellschaft sieht es momentan so aus, das eben allein eine sinnvolle Betreuung nicht von der Stadt bezahlt werden kann.
Vereine müssen Nachmittagsbetreuung im Rahmen der erzwungenen Ganztagesschule anbieten, da der Schule Geld, Personal und für Sport auch die Räumlichkeiten fehlen.
Aber auch Sachen wie unsere Stadtputzete sind ein guter Ansatz, wenigstens einmalim Jahr in und um Giengen aufzuräumen, wo der öffentliche Dienst nicht hinkommt.
Ich denke, vor allem Vereine leisten da seit Jahren viel Arbeit, die sonst Kommunen und Bund finanziell und auch organisatorisch (!) in dieser Qualität lange nicht angeboten werden könnte.
In den meisten Vereinen sieht man jedoch die selben Menschen,wie eben in den anderen.
Engagement zeigen immer dieselben.
Wir werden uns vielleicht daran gewöhnen müssen, dass bisher noch nicht engagierte Menschen genau das tun müssen. Wobei, ist das dann Engagement? Vielleicht muss man ihnen die Mentalität näher bringen und sie erstmal ordentlich schubsen, bis sie begeistert sind :)
Wer jedoch vieles nicht mehr erledigen kann, nicht unbedingt nur aus finanziellen Gründen, ist unser lieber Vater Staat. (Oder ist es jetzt wegen Frau Merkel Mutter Deutschland?) Privatisierung vormals staatlicher Bereiche schlugen bisher fehl, ich erinnere an Müllentsorgung, Trinkwasser, die Liste ist lang.
Die Frage ist ja nicht, ob der Staat das alles finanzieren kann, denn die Antwort kennen wir: nicht nachhaltig.
Die Frage ist vielmehr, wollen wir, dass etwas privatisiert wird, und dann schiefläuft,oder nehmen wir es ehrenamtlich selbst in die Hand- und zwar alle?
Kommentiert von: Alex_mammut | 25. Januar 10 um 15:48 Uhr
Da sind ein paar Fehlerchen, tschuldigung, einfach überlesen.
Kommentiert von: Alex_mammut | 25. Januar 10 um 22:06 Uhr
Ja, einfach machen - so geht es!
Das einzige Problem an der Sache ist, dass es immer die Gleichen sind, die sich engagieren ... Das geht dann um die Organisation der Weihnachtsfeier im Büro, oder dann um freiwillige Arbeiten im Kindergarten bis zum Klassenzimmer-Streichen oder zur Weihnachtsmarktaktion der Schulklasse.
Ein paar wenige engagieren sich (ich habe festgestellt, dass das unabhängig davon ist, ob diese berufstätig sind oder nicht) und die anderen lehnen sich gemütlich zurück. Wenn frau Glück hat, dann kommt mal ein "danke schön" oder auch ein "toll gemacht".
Ich denke, das ist Erziehungssache, wie die Eltern das zuhause vorleben, so wachsen die Kinder rein.
Ich habe kein Problem damit, mich zu engagieren, aber leider hat mein Tag nur 24 Stunden - ich wünsche mir, dass es mehr Frauen, Männer und Kinder gibt, die sich engagieren.
Da gibt es so viele Gelegenheiten, wer Unterstützung braucht, seine Aufgabe in und für die Gesellschaft zu finden, kann sich gerne an mich wenden.
Auf, packen wir es an!!
Nur fordern bringt nichts!!
Kommentiert von: Claudia Lohrum | 28. Januar 10 um 17:45 Uhr