"Stimmt, wer seit heute früh versucht, diese Seite (auch HZ-Online) zu öffnen, wird gewarnt. Wir sind, sagen uns die Suchmaschinen, eine “attackierende Seite”, die den Computer schädigen kann. Man kriegt die Seite auch kaum auf.
Unsere IT-Spezialisten sind kaum aus der Ruhe zu bringen. Das Problem ist mittlerweile immerhin als solches erkannt, womöglich hat ein externer Unhold HZ-Online verseucht. Ihm wünsche ich immerwährendes Pech. Mögen überall auf seinem Körper eitrige Geschwüre wachsen. Dem Rest Frohe Ostern."
Den oben stehenden und von mir hier zitierten Text hatte Chefredakteur Hendrik Rupp am Sonntag verfasst, als die Mannen der IT-Abteilung noch schweißüberströmt nach dem Fehler fahndeten, die die Seite nach einem Angriff fast zwei Tage lahm gelegt hatte. (Leider hatte ich keinen Link gesetzt - Warnhinweis auch da!) Deutlicher: Google warnte, weil Schadsoftware über die Seite hätte verteilt werden können. Über den Tag war es wohl schwer, wie diese twitter-Mitteilung an mich von Online-Redaktur Arthur Penk deutlich macht: Wenn's hilft. Dann meine Frage: Wie bekommt man bei Google jemanden, der einem sagt, wo d. angebliche Malware steckt? Wir finden nix. Sonntagabend wurde dann Erfolg vermeldet: Das Problem habe man im Griff, jetzt sei es nur noch daran Google zu bitten, die Seite wieder freizugeben.
Nach einem Artikel heute (Dienstag) im Print und hier online (wie immer nur die Hälfte) dreht der Verlag der Heidenheimer Zeitung nun in der Argumentation um den Fehler den Spieß um. Erstaunlich ist dabei, dass der Blog-Eintrag des Chefredakteurs mittlerweile dort nicht mehr zu finden ist (Wer das kann, bitte in den Kommentaren aufführen. Danke!).
Darüber hinaus gibt es auf der renommierten Webseite heise-online eine Darstellung des Verlages, die aufhorchen lässt: Der Verlag will Google verklagen. Demnach klagt Verlagschef Wilhelm darüber, das Google die Seiten viel zu lange mit dem Warnhinweis hat blockieren lassen, habe man das Problem schon sehr viel früher in den Griff bekommen. Erstaunlich ist nur, dass diese Meinung bisher nur auf der Seite von heise-online.de stattfindet. Weder auf der eigenen Internetseite noch in irgendeinem Artikel ist davon etwas zu lesen.
Wie Heise ausführt, sehen Rechtsexperten darin weniger ein Problem. Google übernimmt Verantwortung, und warnt, bis das Problem vorbei ist. Nachhaltig. Wie die Kommentare hier aufzeigen, könnte es aber durchaus sein, dass die Seiten der Heidenheimer Zeitung schon bald wieder diesen Warnhinweis zeigen. Etliche Module und Scripte, die dort verwendet werden, sind nach Meinung der Kommentatoren veraltet oder sehr lange nicht auf den letzten Stand gebracht. Dazu äußert sich der Verlag der Heidenheimer Zeitung nirgendwo.
Viel erstaunlicher und überhaupt nicht nachvollziehbar ist allerdings auch, dass der Blogbeitrag des Chefredakteurs Dr. Hendrik Rupp mittlerweile auf dem HNP-Blog nicht mehr zu finden ist.
Herr Rupp, können Sie das mal erklären?
cdv!
update: Ich denke, das meiste ist gesagt, ich mach jetzt mal hier zu. Die letzte Frage wurde dann nicht beantwortet, was auch für sich spricht.
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