Hmm, bin damit spät dran, wollte es aber nicht unterschlagen:
Unter dem Motto „Aus jedem jungen Pflänzchen kann bei guter Pflege ein großer Baum werden“ begründete der damalige Werbekreis des Gewerbe- und Handelsverein vor 15 Jahren die Maibaumtradition in Giengen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Maibaum vor dem Rathaus. Mit der Aufstellung einer geschmückten Birke sollte eine solche Tradition jedoch 1995 neu begonnen werden.
Im Folgejahr entstand unter Beteiligung des Werbekreises, der Stadt Giengen und des Giengener Künstlers Helmut Braig die Idee zur Gestaltung des Maibaumes, wie wir ihn seit 1996 kennen. Die Figuren und Handwerkssymbole wurden damals von den Giengener Handwerkern selbst finanziert. Der Baum hebt sich in seiner Gestaltung ganz bewusst von den sonst üblichen Maibäumen ab um damit auf die neu begründete Tradition in Giengen hinzuweisen.
In diesem Jahr erfuhr diese zwar mittlerweile etablierte, aber immer noch junge Tradition einen herben Rückschlag. Durch den Brand beim Baubetriebshof wurden große Teile des Maibaums zerstört und in Zusammenhang mit der finanziellen Lage der Stadt wurde eine Aufstellung in diesem Jahr unmöglich. Dieser Situation wirkt nun eine engagierte Gruppe von Giengener Bürgern entgegen. Nach Gesprächen mit Oberbürgermeister Elser wurde von städtischer Seite eine Birke zur Verfügung gestellt, wie sie auch 1995 zur Begründung der Maibaumtradition in Giengen vom Werbekreis verwendet wurde.
Hans Waldenmaier und die Zimmerei Schlumpberger sorgten für den Abtransport der Birke aus dem Stadtwald. Auf dem Gelände der Zimmerei Schlumpberger wurde der Baum von Elisabeth Diemer-Bosch und Maria Konold-Pauli geschmückt. Dank dem Engagement von Klaus Schlumpberger und seinen Mitarbeitern konnte der Baum am 30. April 20010 vor dem Rathaus aufgestellt werden.
Alle Beteiligten möchten mit dieser Aktion das Zeichen setzen, dass unsere Stadt weiterhin liebens- und lebenswert bleibt und wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken können. In jedem Fall zeigt die Aktion Flagge für den Erhalt der Tradition in Giengen und für das gemeinsame Miteinander.
Letzte Kommentare